Archiv für die Kategorie ‘L’

Die Stunde in der ich zu glauben begann - Wally Lamb

Sonntag, 24. Mai 2009

Als mir dieses Buch ins Haus flatterte, hatte ich noch nichts anderes von Wally Lamb gelesen.Nach der Lektüre werde ich das aber definitiv nachholen.Wally Lamb verwebt die Ereignisse von dem Amoklauf in der Columbine High School  (und dort benutzt er die echten Namen und Geschehnisse) mit der persönlichen (fiktiven) Familiengeschichte seiner Protagonisten. Maureen, eine Schulkrankenschwester die in der Bibliothek in einem Schrank versteckt miterleben muss, wie Schüler erschossen werden, leidet nach den Ereignissen, ist traumatisiert und rutscht immer mehr ab. Maureen und ihr Mann Caelum, der diese Geschichte erzählt, werden über einen langen Zeitraum hinweg begleitet, seine Figuren suchen nach Sinn und einem Neuanfang - immer wieder. Lamb hat hier ein großes Werk geschaffen, wo nicht nur ein roter Faden sondern viele gesponnen werden. Die Moral und Handlungsweisen der Menschen stellen sich in Frage und nicht zuletzt ist der Roman sehr bewegend und ich bin sicher das nicht nur mir an einigen Stellen des Romans die Tränen kamen.

Schnörkellos, dafür aber genau und detailreich beschreibt Wally Lamb diese Auseinandersetzungen mit Ereignissen, Tragödien und Geheimnissen. Auch Briefe, Emails und Erzählungen aus der Vergangenheit der Figuren haben ihren Platz und lockern so die Geschichte noch etwas auf. Dieses wirklich dicke Buch lohnt aber jede Seite - ein großer Roman über Menschlichkeit.

15 Jungs, 4 Frösche + 1 Kuss - E. Lockhart

Freitag, 24. April 2009

Ein Jugendbuch das mich aufgrund des Titels irgendwie anlachte…und das ausnahmsweise mal nicht von der einzig wahren, perfekten ersten Liebe heiratet, sondern eben davon, das Liebe Freundschaften zerstören kann, nicht jeder Junge der “richtige” ist und welche Mißverständnisse es noch so an einer Highschool geben kann. Ruby hat ziemlich Mist gebaut, was Jungs angeht und landet so bei einer Psychologin, die sie “Dr Z” nennt. Für diese soll sie eine Liste aufstellen…und damit werden die Probleme nur noch größer. Allerdings lernt Ruby dabei eine ganze Menge über sich selbst und auch die Leute um sie herum. Fand ich wirklich recht gut, wegen sehr wenig Schwarz/Weiss und viel Selbstreflektion der Protagonistin.

Märchen & Erzählungen - Astrid Lindgren

Montag, 30. März 2009

Astrid Lindgren kennt fast jedes Kind. Ihre Erzählungen und Märchen auch, die bekanntesten sind sicherlich die Geschichten rund um Lotta aus der “Krachmacherstrasse” oder auch Nils-Karlsson Däumling. Aber Frau Lindgren hat noch viele mehr geschrieben und diese versammeln sich in diesem Jubiläumsband. Insgesamt kann ich nur sagen, das ich diese Autorin wirklich schätze - sie nimmt die Kinder ernst, gibt ihnen eine Stimme, eine ganz eigene Welt. Zugleich entwirft sie aber auch sehr traurige Szenerien, einige Märchen waren schon sehr berührend und für das ein oder andere Kind vielleicht zuviel zum verarbeiten. Trotzdem: grade das zeichnet sie auch aus: sie packt jedes Thema an, egal ob es “kindgerecht” ist. Insgesamt bleibt auch nach diesem Band für mich klar: Lotta wird immer mein Liebling bleiben und auch (abgesehen von Pippi) meine liebste Lindgren-Figur: keck, lustig, naseweis und einfach zum Liebhaben!

Der Prediger von Fjällbacka - Camilla Läckberg

Sonntag, 22. März 2009

Wieder ein Krimi mit Erica Falck (Journalistin) und Patrik Hedström (Polizist) im idyllischen Fjällbacka. Der erste (Die Eisprinzessin schläft) gefiel mir gut, daher hatte ich keine Bedenken. Diesmal war ich ein bisschen enttäuscht. Der Fall an sich war ziemlich verdreht, fast habe ich mich mehr auf die persönlichen Episoden die eingestreut waren gefreut. Trotzdem - am Ende wurden alle Stränge zusammengeführt und das Durchhalten lohnte sich. Kein Krimi-Highlight aber für einen Zelturlaub in Schweden bestimmt bestens geeignet 8-)

Einmal im Leben - Jhumpa Lahiri

Sonntag, 01. März 2009

Dieses Buch habe ich schon ganz lange bei mir liegen…heute hat es mich angelacht und es hat sich sehr gelohnt, ich habe es in einem Zug durchgelesen. Eine indisch-amerikanische Liebesgeschichte, so gut erzählt über die Jahre hinweg…wunderschöner Stil, immer mit kleinen ja “Schaumkrönchen” an Erzählkunst auf den Wellen dieses Romans. Wirklich absolut lesenswert!

Die Eisprinzessin schläft - Camilla Läckberg

Sonntag, 01. Februar 2009

Ein Schwedenkrimi, ein recht gut aufgemachter Fall - die große Spannung/Dramatik gibt es nicht, wohl aber den ein oder anderen “Aha”-Effekt. Schön ist die “Nebengeschichte”, die das Ermittlerduo ein wenig näher bringt, Polizist und Schriftstellerin. Las sich süffig und gut weg, allerdings manchmal ein wenig arg flapsig, aber insgesamt hat mich das auch nicht wirklich gestört, eher verwundert. Und die schwedische Atmosphäre ist einfach toll, wenn man grade viel mit dem Land zu tun hat :-)

Schweigeminute - Siegfried Lenz

Donnerstag, 01. Januar 2009

Was ein kleines Kunstwerk! Wunderwunderschön!!! Schöne Sprache, soviele kleine Andeutungen und ich hatte soviele Bilder im Kopf, ganz tolle Szenen…liebevoll und traurig und ja…am Ende eine Träne abgewischt, das Buch ergriffen an mich gedrückt - sowas von toll! Bitte, Bitte KAUFEN!!!!

Leseliste 2008

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Jane Austen – Mansfield Park
Khaled Hosseini - Drachenläufer
Jan Seghers – Die Partitur des Todes
Joshua Doderer – Ein Hund namens Grk
Miranda July – Zehn Wahrheiten
Jonathan Barnes – Das Albtraumreich des Edward Moon
Jodi Piccoult – 19 Minuten
Ian McEwan – Am Strand
Paul Auster – Die New York Trilogie
David Safier – Mieses Karma

Markus Zusak – Die Bücherdiebin
Pierre Péju – Die kleine Kartäuserin
Merten Worthmann – Gebrauchsanweisung für Barcelona
Martin Suter - Der Teufel von Mailand
Ian McEwan – Abbitte
Anna McPartlin – Weil du bei mir bist
Bill Bryson – Streiflichter aus Amerika
Amelie Nothómb – Die Reinheit des Mörders
Joey Goebel – Freaks
Martin Suter – Business Class

Katharina Hacker – Die Habenichtse
Monika Feth – Fee
Brian Selznick – Die Entdeckung des Hugo Cabret
Amelié Nothomb – Methaphysik der Röhren
Stephenie Meyer – Bis(s) zum Abendrot
Ian McEwan – Der Trost von Fremden
Katharina Hagena – Der Geschmack von Apfelkernen
Sibylle Berg – Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Christopher Moore – Lange Zähne
Wir sind Helden – Informationen zu Touren und anderen Kleinigkeiten

Haruki Murakami – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Maria Mannschatz – Meditation
Pascal Mercier – Perlmanns Schweigen
Curtis Sittenfeld – Eine Klasse für sich
Jean-Dominique Bauby – Schmetterling und Taucherglocke
Karin Fossum – Wer anders liebt
Christopher Moore – Ein todsicherer Job
Zadie Smith – Von der Schönheit
Ian McEwan – Der Zementgarten
Astrid Lindgren – Mio, mein Mio

Hideo Okuda – Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu
Joey Goebel – Vincent
Jeanine Krock - Der Venuspakt
Martin Suter – Business Class II
Anne Weiss/Stefan Bonner – Generation Doof
Amélie Nothomb – Im Namen des Lexikons
Grün/Altmann – Klarheit, Ordnung, Stille
Tom – Gestatten, Bestatter!
Karin Fossum – Der Mord an Harriet Krohn
Jodi Picoult – Bis ans Ende aller Tage

Randy Pausch – Last Lecture
Anthony McCarten – Superhero
Alicia Bartlett – Gefährliche Riten
Jenny Downham – Bevor ich sterbe
Jeanne Birdsall - Die Penderwicks
Christopher Moore – Liebe auf den ersten Biss
Bill Bryson – Frühstück mit Känguruhs
Elizabeth Gilbert – Eat, Pray, Love
Jodi Picoult – In einer regnerischen Nacht
Stieg Larsson – Verblendung

Quim Monzó – Barcelona
Ming Min – Schlechter Sex
Roberto Cotroneo – Diese Liebe
Louis Sachar – Löcher
Andreas Steinhöfel – Die Mitte der Welt
Hugh Laurie – Bockmist
Jodi Picoult – Beim Leben meiner Schwester
Stieg Larsson – Verdammnis
Stieg Larsson – Vergebung
Adam Davies – Goodbye Lemon

Hideko Okuda – Die japanische Couch
Jakob Hein – Vor mir den Tag und nach mir die Nacht
Diane Setterfield – Die dreizehnte Geschichte
Armistead Maupin – Michael Tolliver lebt
Martin Suter – Unter Freunden
Darren Shan – Der Mitternachtszirkus
Anne Donovan – Einmal Buddha und zurück
Rebecca Miller – Pippa Lee
Thea Dorn – Mädchenmörder
Darren Shan – Die Freunde der Nacht

Isabel Allende – Das Siegel der Tage
Cecilia Ahern – Ich hab dich im Gefühl
Darren Shan – Die dunkle Stadt
Darren Shan – Der Berg der Vampire
Darren Shan – Die Prüfungen der Finsternis
Morton Rhue – Ghetto Kidz
Francoise Dorner – Die Frau in der letzten Reihe
Darren Shan – Der Fürst der Vampire
Jakob Hein – Gebrauchsanweisung für Berlin
Jodi Picoult – Die Wahrheit meines Vaters

Jane Austen – Verführung/Überredung
Darren Shan – Die Prophezeiungen der Dunkelheit
Darren Shan – Die Verbündeten der Nacht
Darren Shan – Die Flammen der Verdammnis
Darren Shan – Der See der Seelen
Ariel Denis – Stille in Montparnasse
Andreas Steinhöfel – Trügerische Stille
Sibylle Berg – Sex2
Frank Bresching – Das verlorene Leben
Niccolò Ammaniti – Wie es Gott gefällt

Darren Shan – Der Herr der Schatten
Darren Shan – Die Söhne des Schicksals
Mitch Albom – Dienstags bei Morrie
Antonia Michaelis – Die Nacht der gefangenen Träume
Stephenie Meyer – Breaking Dawn
Jane Austen – Gefühl und Verstand
Meg Cabot – Peinlich, Peinlich Prinzessin
Ian Samson – So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz
Anna Enquist – Kontrapunkt
Maarten ‘t Hart – Das Wüten der ganzen Welt

Silvana De Mari – Der letzte Elf
Henning Mankell – Mörder ohne Gesicht
Sam Savage – Firmin ein Rattenleben
Henning Mankell – Die Hunde von Riga
Henning Mankell – Die weisse Löwin
Sven Regener – Der kleine Bruder
Julia Alvarez – Die Mission der Isabel Goméz
Henning Mankell – Der Mann der lächelte
Henning Mankell – Die falsche Fährte
Nicholas Sparks – Bis zum letzten Tag

Franz Kafka – Brief an den Vater
Amelié Nothomb – Der Professor
Harper Lee – Wer die Nachtigall stört…
Anne Donovan – Emily sein oder nicht sein
Anita Strubel – Gebrauchsanweisung für Schweden
Henning Mankell – Mittsommermord
Peter Härtling – Jette
Zoran Zivkovic – Das letzte Buch
Ruckzuck – Die schnellsten Geschichten der Welt
Katrin Aehnlich – Alle sterben, auch die Löffelstöre

Anna Gavalda – Alles Glück kommt nie
Ray French – Ab nach unten!
Carlos Ruiz Zafón – Das Spiel des Engels
Ralf Schmitz – Schmitz’ Katze
Julia Alvarez – Die Zeit der Schmetterlinge
Oliver Uschmann – Murp!
Jilliane Hoffman – Vater unser
Nicholas Drayson – Kleine Vogelkunde Ostafrikas
Alan Benett – Die souveräne Leserin
Hanns-Josef Ortheil – Die große Liebe

Lionel Shriver – Wir müssen über Kevin reden
Antoine de Saint-Exupéry – Bekenntnisse einer Freundschaft
Herrad Schenk – In der Badewanne
Tilman Rammstedt – Der Kaiser von China
Zoran Dvenkar – Die Nacht in der meine Schwester den Weihnachtsmann entführte
Daniel Glattauer – Alle sieben Wellen
Kluun – Ohne Sie
Weihnachten ganz wunderbar  - Ein literarischer Adventskalender
Christoph Hein – Frau Paula Trousseau
Klüpfel/Kobr – Milchgeld

Wer die Nachtigall stört - Harper Lee

Donnerstag, 20. März 2008

Auszug aus meinem Lesekreis: Achtung, kleine SPOILER!

Ich freue mich wirklich, das wir diesmal einen “Klassiker” gelesen haben. Bei uns wird das Buch durchaus häufiger mal auf englisch als Klassenlektüre bestellt und ich werde es jetzt auch zu genau diesem Zweck wärmstens empfehlen.

Der Stil hat mir total gut gefallen, einerseits die leicht naive und doch sehr treffende Erzählung von Scout und doch waren die Kommentare und Gespräche der Erwachsenen so wiedergegeben das man sehr viel zwischen den Zeilen lesen konnte. Ich fand das Buch las sich grade deswegen, weil es ein Kind erzählt so besonders gut.

Die Geschichte, die zunächst ein bisschen wie ein loses Gefüge aus mehreren Ereignissen daherkommt, verdichtet sich immer mehr. Grade Jems Verhalten wird durch nur kurze Andeutungen oder auch sein Schweigen gegenüber Scout viel besser beschrieben als das es viele Worte tun würden. Atticus ist eine Figur die mir persönlich als Vaterfigur sehr gefallen hat. Auf der einen Seite haben wir das Aufwachsen und auch “Erwachsenwerden” von Jem, auf der anderen Seite auch Scout die noch nicht alles versteht und doch teilweise mehr als soviele “schlaue” Erwachsene. Ich fand die Geschichte bis zum Schluss unheimlich spannend, die Gerichtsverhandlung, auch wenn “eigentlich” klar ist wie es ausgehen wird - total großartig geschildert.

Das Buch wirft sehr viele moralische und ethische Fragen auf, Wie hätten wir damals, in dieser Welt gehandelt? Und wie man an den Geschenken sieht die Atticus nach der Verhandlung bekommt, sieht man, das auch das Dorf sich ganz und garnicht sicher ist, ob seiner Weltanschauung. Auch heute noch gibt es solche Ungerechtigkeiten - haben wir den Schneid dazu, zu unseren Überzeugungen zu stehen? Machen unsere Gerichte wirklich alle Menschen gleich? Sind wir heutzutage frei von Vorurteilen?

Ich behaupte - nein. Wir werden alle, immer daran arbeiten müssen, immer auch gegen wiederkehrende Vorurteile ankämpfen müssen.

Als Resumee: Ein Buch das bleibt, das man trotz des ernsten Inhalts gerne liest und das fesselt. Absolut empfehlenswert!

Bockmist - Hugh Laurie

Donnerstag, 20. März 2008

Hatte ich mir mehr von erwartet. Einige nette Einfälle und etwas schnoddrige Dialoge machen halt aber doch kein Buch. Vielleicht lags auch am Genre, eine sehr strange Parodie auf Spionagethriller. Ich habs fertiggelesen, weil es das letzte Buch in meinem Koffer war, aber so richtig überzeugen konnte es mich bis zum Schluss nicht. Als Urlaubslektüre gings grad so durch.