Archiv für die Kategorie ‘G’

Die Brautprinzessin - William Goldman

Sonntag, 19. April 2009

Seit Jahren, sicherlich schon seit Beginn meiner Ausbildung, lag meine liebe Kollegin A. mir in den Ohren: Sarah, lies doch mal “Die Brautprinzessin”! Ein Märchen über die wahre Liebe, edle Taten und Abenteuer. Irgendwie klang es ja interessant, dennoch bleib das Buch im Regal…und wartete auf mich. Nun kam dieses Jahr bei Klett-Cotta eine wunderschöne Neuausgabe heraus, in knalligem Pink - es war also um mich geschehen. Und ich habe es nicht eine Sekunde lang bereut, denn dieses Buch hat alles, was ein tolles, herausragendes Buch braucht: Witz, Charme, eine irrwitzige Handlung, tolle Wendungen und Einwürfe, es ist spannend und packend, man leidet mit und zwischendrin will man den Autor gleichzeitig lieben und verfluchen, weil er es immer wieder schafft zu überraschen und einen aufs Glatteis zu führen!

Wahrlich, ein Geniestreich! Ich verrate absichtlich nicht mehr, als das es einfach ein fabelhaftes Märchen ist - wenn man die Geschichte nicht kennt, ist es noch einen Zacken besser. Vertraut mir….;-)

Das Graveyard-Buch - Neil Gaiman

Sonntag, 01. Februar 2009

Also die Aufmachung alleine verdiente schon einen Stern - fand ich sehr schick, Metallbox in Grabstein-Optik. Ein bisschen schade fand ich, das es eine Haupthandlung gab, vieles “drumherum” aber nur angerissen wurde - das Buch hätte ruhig ein bisschen ausführlicher sein können. Aber wenn man davon absieht - eine richtig gute Idee und die Toten des Friedhofs sind einfach toll gemachte Figuren. Es ist spannend, witzig und schön abgedreht. Fühlte mich gut unterhalten!

Das Zimmer - Helen Garner

Donnerstag, 01. Januar 2009

Als ihre krebskranke Freundin Nicola für eine 3wöchige (obskure) Therapie zu ihr zieht, ahnt Helen nicht, das sie Nicola abgesehen von ihrer Hilfe vielleicht auch beibringen muss, das sie wirklich sterben wird…und das die Therapi, an die ihre Freundin sich klammert, vielleicht nur Geldmacherei ist. Garner beschreibt in diesem kleinen Buch sehr emotional und direkt, welche heftige Situation die beiden langjährigen Freundinnen erwartet, die Ohnmacht und auch die Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod. Sehr authentisch und ehrlich, nach dem Ende, sinnt man noch eine ganze Weile lang nach…

Unser allerbestes Jahr - David Gilmour

Donnerstag, 01. Januar 2009

Eine ungwöhnliche Geschichte, die, wie ich am Ende feststellte auf realen Erlebnissen beruht. Jesse möchte am liebsten die Schule hinschmeissen, hasst diesen Ort. Sein Vater erlaubt es ihm - er kann die Schule beenden, keine Miete zahlen, keinen Job annehmen nur eines - 3 Filme pro Woche mit ihm schauen. So entsteht eine sehr besondere, keineswegs geschönte Vater-Sohn Beziehung. Für Filmfans auf jeden Fall aber auch so kommt man auf seine Kosten. Ein ungewöhnliches Buch das ohne große Ereignisse daherkommt. Mal eine andere Art von Selbstfindung und sehr ehrlich.

Heartland - Joey Goebel

Donnerstag, 01. Januar 2009

Ich finde diesen Autor SO toll - ich glaube er ist trotz “Freaks” und vorallem “Vincent” recht unbekannt - zu Unrecht! In diesem Werk nimmt er Amerika und seine Wahlindustrie herrlich aufs Korn, ironisch, böse, mit einer Anti-Hauptfigur, wirklich tollen Wendungen und sehr vielen Anspielungen rund um “das Land der unbegrenzten Möglichkeiten”. Seine Figuren geben so unterschiedliche Statements ab, das die Abgründe, die zwischen den Menschen liegen, sehr deutlich hervortreten. Druck und Machenschaften stellen die Fragen auf - was ist eigentlich korrekt? Und wer steht auf der “richtigen” Seite? Eine gewitzte Satire, ein kluges Buch, ein beissendes Buch - und auf 700 Seiten kein bisschen Langeweile! Danke!

Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé

Donnerstag, 01. Januar 2009

Angeregt durch meine Freundin Karo, die mir das Buch gaaanz arg ans Herz gelegt hat (lang und ausdauernd!) habe ich mich also mal an einen historischen Roman gewagt: eigentlich nicht mein Genre. Aber: ich war doch die ganzen über 1000 Seiten gefesselt. Das Buch hatte erstaunlich wenig Längen, Gablé schafft es, viele Personen auftreten zu lassen und man behält trotzdem recht gut den Überblick. Angesiedelt im 13 Jahrhundert, eine spannende Geschichte - Historisches wird mit der Geschichte der Waringhams verknüpft - und da gibt es fast alles - Intrigen, Liebesgeschichten, Drama…ich fühlte mich wirklich gut unterhalten! Also: eine klare Empfehlung von meiner Seite aus - ich werde nach und nach auch noch mehr von der Autorin lesen!

Alle sieben Wellen - Daniel Glattauer

Donnerstag, 20. März 2008

Ja genau, die Fortsetzung von “Gut gegen Nordwind”. Wir fragen uns - kann das was werden? WILL man überhaupt eine Fortsetzung? Ich sage - JA! Auch wenn ich das Ende überaus gelungen fand, vom Vorgänger - man möchte ja doch (ähnlich wie beim Happy End!) wissen - was wird denn später?

Sprachlich wieder ein Kunstwerk, man erfreut sich so sehr an Satzkonstruktionen, am Hin und Her der beiden. Sie sind ernsthafter geworden, vielleicht auch vorsichtiger. Zusätzlich kommen nun noch andere Komponenten dazu. Und verleihen dem ganzen meiner Meinung nach noch mehr Tiefe. Ach, ich hab mich einfach gefreut, wieder Emmis impulsive Mails, Leos Schreiberei bei viel zuviel Wein…man schaut den beiden einfach unheimlich gerne zu!

Für mich ist es eine sehr gelungene Fortsetzung! Spritzig, mit viel Gefühl in jeder Zeile und es geht einfach “weiter”, die Umwelt der beiden wird mehr einbezogen - mehr verrate ich nun aber nicht! Ich würde es allen Nordwind-Fans ans Herz legen :)

Alles Glück kommt nie - Anna Gavalda

Donnerstag, 20. März 2008

Ich gebe zu, ich hab mir von diesem Buch sehr viel erwartet. Ich mag Gavalda sehr, lustigerweise auch grade die Kurzgeschichten und dies hier ist ja ein ausgewachsener 600-Seiten Schinken. Vorneweg: Gavalda spielt mit Sprache, ist überwogend, bildreich, vollgepackt mit Leben. Die ersten etwa 100 Seiten allerdings spielt sie mit sehr unterschiedlichen Stilrichtungen, was es etwas schwer macht der sehr sprunghaften Handlung zu folgen. Aber trotzdem weiss man schon “da kommt noch einiges” und bleibt dran - und wird belohnt. Im weiteren Verlauf des Buches erwartet uns ein Feuerwerk an Ideen, an Kuriositäten und an wunderbaren, wunderschönen Szenen, mit Witz und Lebenslust und Trauer und Verzweiflung. Alles drin. Alles in allem ist die Geschichte um den Architekten Charles Balanda der in seiner Vergangenheit Lösungen für sein aktuelles Leben zu finden versucht, auf jeden Fall zu empfehlen!

Eat, Pray, Love - Elisabeth Gilbert

Donnerstag, 20. März 2008

Erfahrungsbericht einer Frau, die nachdem sie aufgrund ihrer Scheidung und Depressionen wirklich am Ende ist, eine Reise macht. In Italien lernt sie genießen (vorallem Essen) und die Sprache lieben, in einem Ashram in Indien Meditation und auf Bali schliesslich Lieben, Freundschaft und wieder “ganz” werden. Sie ist Journalistin, was man auch etwas am Stil merkt, trotzdem ist es ein sehr ehrliches Buch, einiges hat mich sehr angesprochen, weil es nicht nur “salopp” hingeschrieben wurde, sondern auch mal etwas tiefer ging. Trotzdem gibt es einige Längen oder auch Auffassungen die ich jetzt so nicht teile, die taten dem Buch aber keinen großen Abbruch.

Gefährliche Riten - Alicia Giménez-Bartlett.

Donnerstag, 20. März 2008

Tja, ich hab es ja eigentlich eh nicht so mit Krimis, weiss nicht genau warum. Diesen habe ich nun speziell gekauft weil er in Barcelona spielt (was man aber nicht soo wirklich merkt). Der Fall ist zwar an sich spektakulär, plätschert aber so vor sich hin. Vom Privatleben der Inspectora bekommt man soviel mit, das es einem schon fast zuviel wird. Und irgendwie finde ich es seltsam, das man innerhalb von Ermittlungen stääändig etwas essen oder einen Kaffee trinken geht, weiss auch nicht…Für das eine Mal zwischendurch wars okay, mehr aber auch nicht für mich.