Artikel mit ‘Sterben’ getagged
Sonntag, 02. Mai 2010
Finn wird langsam aber sicher unsichtbar. Er hat fast schon Angst, selbst zu verschwinden. Kann diese seltsame Farblosigkeit etwas damit zu tun haben, das sein Vater gestorben ist? In seinem Tagebuch hält Finn die Erinnerungen fest, die er mit seinem Vater verbindet, die neue Struktur der Tage, die ihm so fremd vorkommt und fragt sich immer wieder: wird er irgendwann wieder sichtbar werden? Finn gestaltet sein Tagebuch mit Zeichnungen und schreibt sich die ganzen Dinge, die er weder mit seiner Mutter noch mit seinem Bruder besprechen kann, von der Seele. Das zu lesen, das rührt einen an, man fragt sich zusammen mit Finn, warum manche Dinge so passieren. Es ist schwer ein Buch zu beurteilen, das etwas so individuelles wie Trauer behandelt. Es wählt jedenfalls eine sehr schöne Idee aus, mit der Finn seine Gefühle ausdrückt - vielleicht gibt es irgendwo einen anderen 12jährigen, dem es genauso geht…ich kanns mir jedenfalls vorstellen…
Tags:Comic, Familie, Jugendbuch, Sterben, Tagebuch, Tod, Trauer, Vater-Sohn
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Dienstag, 23. März 2010
Diese Picoult hat mir wieder deutlich besser gefallen! Die Figuren sind zwar nicht ganz so stark gezeichnet wie in anderen Werken von ihr, aber das ist auch nicht unbedingt notwendig - der Spannung tut es wenig Abbruch. Wie der Titel schon ahnen läßt, dreht sich das Buch unter anderem um übersinnliche Phänomen - oder Gespenster, wie man es auch nennen mag. Ein bisschen darauf einlassen muss man sich schon - dann erzählt Picoult wieder eine meisterhaft verknüpfte Geschichte, zwischen Gegenwart und Zukunft, Liebe und Sterben, vermischt mit der Kultur eines alten Indianerstammes und einem recht unbekannten Kapitel amerikanischer Geschichte: einem Eugenik-Projekt, das sich unter anderem mit dem Sterilisationsgesetz und Minderheiten der Bevölkerung auseinandersetzt - gewohnt heißes Eisen für Picoult. Gerade diese Episoden, deren Handlungsstränge bis in die heutige Zeit zu künstlicher Befruchtung und Forschung reichen sind hochinteressant.Das Buch hätte auch noch 100-200 Seiten länger sein können, um die ganze Komplexität noch mehr zu erfassen. War sehr schnell durchgelesen, Picoult lässt einen einfach nicht los - echte Schmöker!
Tags:Eugenik, Familie, Gespenster, Indianer, Liebe, Roman, Sterben, Tod, Vergangenheit; Verbrechen
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Dienstag, 16. März 2010
Dieses Buch habe ich aus der Verlagsvorschau “gefischt” allein wegen des wunderschönen Covers. Und gut das dies passierte - eine kleine Perle dieses Buch! Viewegh beschreibt eine kleine Gruppe von Engeln in Prag, deren Aufgabe es ist, die Menschen in ihren letzten Stunden vor ihrem Tod zu begleiten. Und das tun diese nicht unbedingt auf die übliche Weise - da wird durchaus mit dem eigenen Schicksal gefochten - wieviel darf man den Sterbenden noch “helfen” in Ordnung zu bringen? Wer bestimmt die Lebensdauer? Die Schicksale der Sterbenden sind miteinander verwoben - und obwohl das Buch einige Tränen hat rollen lassen, so gab es doch wunderschöne Momente der Hoffnung, wenn die Engel noch durch scheinbare Kleinigkeiten, das Leben der Überlebenden verändern…
Hat mir sehr gefallen und wird sicher einige Male verschenkt werden…
Tags:Engel, Gott, Hilfe, Hoffnung, Leben, Liebe, Roman, Selbstmord, Sterben
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Sonntag, 07. Februar 2010
Ein beeindruckendes Buch, noch mehr wenn man bedenkt, das Ollestad hier eine wahre und vorallem: seine eigene Geschichte erzählt. Wie er mit 11 Jahren als einziger einen Flugzeugabsturz überlebt, das allein ist schon sehr beeindruckend, seine Schilderung, wie er es schafft, in einer Gebirgskette und völlig vereisten Höhen wieder in flachere Gefilde zu gelangen - ein halbes Wunder. Dazwischen erzählt Ollestad von seiner Jugend, die von Sport (Eishockey, Skifahren und Surfen) geprägt war, vorallem durch seinen Vater, der ihn zu all diesen Sportarten ehrgeizig antrieb. Dieses Buch ist also noch mehr: eine Vater-Sohn-Beziehung die ein jähes Ende nimmt, als der Vater beim Absturz ums Leben kommt. Dieses Zusammenspiel und auch die Fragen, die Ollestad aufwirft, ob er durch seine Jugend auf diesen Abstieg vorbereitet wurde, wie wir unsere Kinder vorbereiten können - wie er den Ehrgeiz seines Vaters damals erlebte - das ist packender als so mancher, komplett erfundender Roman.Mich hat er danach jedenfalls noch sehr lange beschäftigt…
Ich empfehle auch hier den http://www.youtube.com/watch?v=jFg-HtYcSXQ bei youtube mit einem Interview des Autors - sehenswert!
Tags:Absturz, Familie, Jugend, Roman, Sport, Sterben, Tragödie, Vater-Sohn, Überleben
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Freitag, 05. Februar 2010
Schwer zu diesem Buch noch ansatzweise unbefangen etwas zu sagen, nachdem die Wellen hochschlagen. Ich habe es einige Tage vor dem Kopier-Skandal gelesen und kann meine Erfahrung eigentlich kurz zusammenfassen: ein paar schöne Sätze und Beschreibungen drin, sehr weit weg von meiner Welt und die Frage ist: kann jemand, der vieles davon angeblich nicht erlebt hat, dann authentisch darüber schreiben? Als Film wäre dieses Buch sicher nochmal anders zu werten, oft kam es auch vor, das ich gewisse Passagen eher als filmisch beschrieben empfand (wenn man Hegemanns Werdegang betrachtet auch kein Wunder). Mein Fazit ist eigentlich: Kann man lesen, hat nichts mit Feuchtgebiete zu tun, wenn man es nicht liest hat man aber auch nichts verloren.
Zum Skandal an sich kann ich nur sagen: Klauen gehört sich nicht. Und Dreistigkeit siegt zum Glück nicht immer. Aber auch hier wurde das letzte Wort noch nicht gesprochen und ich bin gespannt auf weitere Entwicklungen!
Tags:Absturz, Drogen, Erfahrungen, Feiern, Roman, Sex, Sterben, Tod, Wohlstandsverwahrlosung
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Mittwoch, 30. Dezember 2009
Zu diesem Buch kann ich eigentlich nur sagen, das es mich sehr tief berührt hat. Ruth Picardie war Journalistin, frischgebackene Mutter von Zwillingen und hatte eine so wunderbare Schreibe. Sie nahm den Kampf gegen den Krebs an, schrieb gegen ihn an, schrieb über das Leben mit ihm und die Angst vorm Sterben und das ganze so entwaffnend ehrlich, so berührend, das ich das ganze Buch über immer wieder Tränen wegwischen musste. In diesem Buch sind ihre Kolumnen und viele Mails und Briefe versammelt, die sie in dieser Zeit schrieb. Das Buch hat mich bewegt und ist etwas, was ich immer wieder aus dem Schrank holen werde…
Tags:Familie, Freundschaft, Kampf, Krebs, Leben, Schreiben, Sterben
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Sonntag, 15. November 2009
Dieses Buch hat mich einfach nur tief beeindruckt. Ich habe wirklich nicht so viele schöne, erhebende, intensive und ja, auch durchaus spirituelle Gedanken erwartet (und gerade diese haben es in sich!). Er trifft in so vielem genau den Punkt. Ein sehr eindringliches Buch, das ich jedem, der sich mit dem Thema Krebs auseinandersetzt ans Herz legen möchte.
Tags:Aufzeichnungen, Auseinandersetzung mit Krankheit, Gott, Krebs, Leben, Liebe, Spirituell, Sterben, Tod
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Sonntag, 25. Oktober 2009
Über diesen Roman wurde nach dem Gewinn des Deutschen Buchpreises ja mehr als genug geschrieben. Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht – es ist nicht unbedingt meine Genre, aber auch nicht so weit entfernt. Was mir gut gefallen hat, ist das Schmidt ein Randthema oder eher: gleich mehrere davon aufgegriffen hat und es verstanden hat, diese in eine Geschichte zu verweben, die einem noch lange nachhängt. Die Strukturen innerhalb einer Familie und auch die Fallstricke, Ängste und Verlust, das alles wird hier auf ungewöhnliche Weise dargestellt. Auch sprachlich hat Schmidt einige wunderbare Passagen in diesem Roman, interessante Wortschöpfungen und vorallem: glasklare Gedanken, gerade zu Anfang, es ist ausgefeilt. Der Deutsche Buchpreis wurde meiner bescheidenen Meinung nach verdient vergeben!
Tags:Drama, Familie, Krankheit, Liebe, Roman, Sprachlosigkeit, Sterben
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Freitag, 05. Juni 2009
Dieses Buch ist ja schon ein wenig älter, die Thematik - die Auseinandersetzung mit Krebs, Tod, Lebenswillen allerdings immer aktuell. Auch wenn einige medizinische Details sich sicherlich heutzutage gewandelt haben, tut das der Intensivität dieses Buches keinen Abbruch. Als die junge Tänzerin Eva Martin die Diagnose Krebs bekommt, bricht eine Welt zusammen. Als sie im Krankenhaus mit Claudia Jakoby in ein Zimmer gelegt wird, kann sie mit dieser Person, die schimpft und zetert, sich über alles lustig macht und fluchend ereifert erstmal wenig anfangen. Doch gemeinsam geraten die beiden in einen Prozeß der klarmacht - so unterschiedlich sind beide nicht.
Das Buch hat mich zunächst mit seinem starken Schreibstil fasziniert. Später empfand ich ihn etwas weniger stark, was vielleicht aber auch an den Geschehnissen liegen mag. Das Buch ist teilweise ganz schön heftig, ich würde es sicherlich nicht jedem in jeder Lebensphase empfehlen. Man will es mal in die Ecke werfen, mal heult man und man ist mal voll Bewunderung für Claudia, mal ist man entnervt von Evas Höhenflügen und doch - hier kämpfen zwei Frauen und sie kämpfen um so viel.Hier geht es um Leben, Tod, um den Willen zu leben, um Schmerzen und um die Frage, was man eigentlich will.
Eine Empfehlung mit Vorwarnung, aber definitiv eine Empfehlung!
Tags:Erfahrungsbericht, Krebs, Leben, Sterben, Tod
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Donnerstag, 30. April 2009
Kann ein Buch über das Sterben, das Sterben eines jungen Menschen schön sein? Manchmal sogar witzig? Und einen dann wieder zu Tränen rühren? Klug und sensibel? Ja! Dieses Buch ist eine wunderschöne Sammlung an Fragen, an Gedanken des 11jährigen Sam, der voller Herz seine Krankheit schildert. Die Gefühle und Beschreibungen aus seiner Sicht gingen mir nahe, machten mich nachdenklich und berührten mich. Ein ganz besonderes Buch!
Tags:Jugendbuch, Sterben
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