Artikel mit ‘Sex’ getagged

Axolotl Roadkill - Helene Hegemann

Freitag, 05. Februar 2010

Schwer zu diesem Buch noch ansatzweise unbefangen etwas zu sagen, nachdem die Wellen hochschlagen. Ich habe es einige Tage vor dem Kopier-Skandal gelesen und kann meine Erfahrung eigentlich kurz zusammenfassen: ein paar schöne Sätze und Beschreibungen drin, sehr weit weg von meiner Welt und die Frage ist: kann jemand, der vieles davon angeblich nicht erlebt hat, dann authentisch darüber schreiben? Als Film wäre dieses Buch sicher nochmal anders zu werten, oft kam es auch vor, das ich gewisse Passagen eher als filmisch beschrieben empfand (wenn man Hegemanns Werdegang betrachtet auch kein Wunder). Mein Fazit ist eigentlich: Kann man lesen, hat nichts mit Feuchtgebiete zu tun, wenn man es nicht liest hat man aber auch nichts verloren.

Zum Skandal an sich kann ich nur sagen: Klauen gehört sich nicht. Und Dreistigkeit siegt zum Glück nicht immer. Aber auch hier wurde das letzte Wort noch nicht gesprochen und ich bin gespannt auf weitere Entwicklungen!

Garp und wie er die Welt sah - John Irving

Sonntag, 16. August 2009

Uff, das wird schwer. Weite Strecken des Buches: super! Grade der Anfang gefiel mir extrem gut. Irving hat einen unverwechselbaren Stil, er ist einfach ein großer Erzähler. Ich verstehe auch immer noch, warum ihn soviele Menschen lieben und gerne lesen. Zwischendrin kämpft man immer ein bisschen, ist aber am Ende immer froh, das man durchgehalten hat. Und trotzdem - ich stehe auf skurriles, mochte auch viele Personen im Buch gern (Jenny Fields, Roberta), die Ereignisse laufen toll zusammen - dennoch bin ich mit Garp selbst absolut nicht warm geworden. Auch einige Passagen waren für mich einfach zu heftig - ich habe mich wirklich gefragt, was der Autor da bezwecken wollte? Schockieren? Maybe…Als Gesamtkunstwerk ist es trotzdem lesenswert - den es geht einfach um die großen Themen, die Tabus, die Ängste - es gibt auch viele wunderbare Szenen und Metaphern. Ich glaube, ich werde Irving immer etwas anstrengend finden und trotzdem immer mehr von ihm lesen ;-)

Gefühlsecht - Andrea Russo

Dienstag, 04. August 2009

Einer der Gründe, weshalb ich dieses Buch anfing, war das die Autorin gebürtige Hanauerin ist & das ich das Cover ganz witzig fand. Tja, eigentlich ist die Geschichte recht unterhaltsam, es gibt nicht unbedingt große Überraschungen aber dennoch einige nette Einfälle. Handwerklich garnicht verkehrt, insgesamt hatte ich aber das Gefühl, hier wird eine Beziehungsgeschichte geschrieben und dann mit allem möglichen Kram aus der Sex-Welt ausstaffiert. Das wirkte doch ein bisschen arg bemüht. Eigentlich schade, denn als lockere Unterhaltung wars wirklich okay - nur das man eben das Gefühl hatte, es muss unbedingt noch ein bisschen was an Tabu-Themen rein, damit das Buch ein wenig PR bekommt. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Schlechter Sex 2 - Mia Ming

Dienstag, 28. April 2009

In diesem zweiten Teil von “Schlechter Sex” kommen nun die Männer zu Wort. Beim ersten Teil hatte ich viel Spaß, hier habe ich auch ab und an geschmunzelt, fand die Geschichten aber insgesamt irgendwie nicht soo den Reisser. Irgendwie schade.

Elf Minuten - Paulo Coelho

Samstag, 21. März 2009

Schwierig. Am Anfang hat mir dieser Märchenstil gefallen, las sich locker weg, soweit, so gut. Ich wurde aber weder mit der Hauptperson warm, die für mich die “käufliche Liebe” irgendwie “kleinredete”, noch mit den Geschehnissen. Ich habe die Handlungen nur in Ansätzen nachvollziehen können…mutete für mich mehr als seltsam an. Ich würde mich durchaus als einen Menschen bezeichnen, der offen ist für spirituelles und durchaus an einiges zwischen Himmel und Erde glaubt, aber hier? Für mich war es nichts. Der Stil war nett, aber das hat es für mich nicht rausgerissen. Ich glaube nicht alle Coelhos sind in dieser Richtung, ich werde als vielleicht noch anderes von ihm lesen. Aber das hat Zeit…

365 Nächte: Ein intimer Erfahrungsbericht - Charla Muller

Sonntag, 01. März 2009

Eigentlich ist mit ihrer Ehe alles soweit in Ordnung. Denkt Charla. Aber sie möchte ihrem Mann zu seinem 40gten etwas ganz besonderes schenken. Also schenkt sie ihm: 1 Jahr lang, jeden Tag Sex. Und das verändert nicht nur das Intimleben der beiden, sondern die ganze Beziehung grundlegend. Ist bestimmt nicht jedermanns Sache, auch kein Allheilmittel, wie die Autorin auch selbst erkennt. Aber an sich fand ich das Experiment und einige Ansätze durchaus überlegenswert und auch spannend.

Sex2 - Sibylle Berg

Donnerstag, 20. März 2008

Obwohl es mir mal wieder wirklich gut gefällt - es liest sich nicht so leicht, ist ziemlich deprimierend und traurig, diese Großstadt, jedes Einzelschicksal auf seine Art depressiv oder auch krankhaft…und doch finde ich, bringt Frau Berg es sehr auf den Punkt. Keine leichte Lektüre…werd wahrscheinlich in Etappen lesen, habe Lust zu lesen, aber den ganzen Tag über, da wird einem selbst irgendwann trüb…[...]

Nun ist die Berg auch durch - der obige Eindruck bleibt - ich find das Buch toll, aber es ist wirklich heftig - jedes Schicksal hat seine Leiche im Keller (fast schon wörtlich zu nehmen..), Sex, Drogen, Mordgelüste - alles dabei. Aber sowas muss man halt auch erstmal schreiben können …;-)

Michael Tolliver lebt - Armistead Maupin

Donnerstag, 20. März 2008

Und heute, innerhalb des Tages verschlungen, hab ich doch schon darauf gewartet “Michael Tolliver lebt” - der 7te Teil der Stadtgeschichten. Man ist sofort wieder “drin” in San Francisco, den ehemaligen Mitbewohnern der Barbary Lane 28 … hach ja. Schön, einfach schön, fast alle Akteure der anderen 6 Bände kommen nochmal zu Wort und Michael “Mouse” Tolliver ist mit mittlerweile über 50 einfach zu süss! Für alle Fans ein Muss! Werde bei uns im Laden nochmal eine Stadtgeschichten-Auslage machen…

Schlechter Sex - Mia Ming

Donnerstag, 20. März 2008

33 Frauen berichten über ihre Erlebnisse mit Sex - die eher unangenehmen. Ich fands unterhaltsam, lustig und finde es ne amüsante Lektüre, wo vielleicht wirklich der eine oder andere noch was lernen kann - ich glaube so ziemlich jeder kann sich im einen oder anderen wiederfinden. Im Gegensatz zu einigem sonst so “tabubrüchlichen” was momentan so gehypt wird  (Ich sage nur Feuchtgebiete..) - das hier war wenigstens auf dem Boden, ehrlich und graderaus. Danke!

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot - Sibylle Berg

Donnerstag, 20. März 2008

Das hat mir richtig gut gefallen, lauter kurze Fragmente von Menschen zwischen 16 und 80, die auf irgendeiner Art zusammengehören, aber auch wieder nicht. Herrliche Schilderungen. In vielem erkennt man sich doch erschreckt wieder. Und doch, überall blitzt nochmal Hoffnung auf. Vielleicht gibt es das große Glück ja doch noch, nach all dem Scheiß? Klasse! Von ihr werde ich ganz sicher noch mehr lesen!