Artikel mit ‘Liebe’ getagged

Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück - Francois Lelord

Montag, 15. Februar 2010

Dieses Buch stand seit über einem Jahr harmlos im Regal herum. Nun hatte es mich gefunden und auch genau die richtige Zeit um es zu lesen…mir hat es sehr gefallen. Ich denke vieles was Hector, der Psychater auf seiner Reise herausfindet, wussten wir im tiefsten Inneren schon, aber wie wir Menschen so sind - wir schauen gerne anderen dabei zu, wie sie etwas herausfinden und haben Erkenntnisse gerne schön verpackt. Wenn man danach geht hat dieses Buch aber eine doppelte Schleife und schönes Geschenkpapier gehabt.Die Schreibweise ist gekonnt naiv, aber nie zu einfach - aber gerade durch diesen Kunstgriff wirken die Glückslektionen von Hector nur noch mehr. Auch wenn ich Hector an wenigen Stellen aus eigener Erfahrung innerlich widersprach, so habe ich dieses Buch doch innig ans Herz gedrückt und so einige Menschen, denen ich dieses Buch gerne schenken möchte.

Ein geschenkter Tag - Anna Gavalda

Dienstag, 09. Februar 2010

Gavalda ist zurück und zwar so, wie wir sie lieben. Mit leiser Ironie, herrlich französisch und es bringt schonmal einen Hauch von Sommer…. Dieses Buch erzählt von einem geschenkten, ich mag fast sagen, einem geklauten Tag. Schon die ersten Seiten offenbaren den wundervollen Stil Gavaldas und das Buch verzaubert mit der Geschichte der 4 unterschiedlichen Geschwister und ihrem Leben. Ein Geschenk für die beste Freundin, die Schwester, die Mutter, die liebenswerte Arbeitskollegin - ach was, alle sollten in den Genuß dieses Buches kommen…!!!

Das Regenorchester - Hans-Jörg Schertenleib

Mittwoch, 03. Februar 2010

Zwei wunderschöne Geschichten werden hier verwoben: die des Schweizer Schriftstellers, der nach Irland ausgewandert ist um hier zum Schreiben zu finden. Nachdem seine Frau ihn verlässt, trifft er auf Niahm, eine etwas rätselhafte Irin, die ihn, es scheint fast so als spüre sie, er braucht eine Aufgabe, zum Chronisten ihres Lebens macht. Wunderschöne Sprache, die Verletzbarkeit einer Trennung fast zu schmerzlich geschildert… Mit der Lebensgeschichte von Niahm entsteht vor einem ein ganzes Leben das nicht immer war, wie es sein sollte. Wer von beiden mehr von dieser Freundschaft hat, weiss man garnicht zu sagen. Traurig, schön und ein aussergewöhnliches Buch, das in einer Ecke Hoffnung aufblitzen lässt…

Die Maschen der Frauen - Kate Jacobs

Montag, 25. Januar 2010

Der Titel ist leider selten dämlich übersetzt das Original “The Friday Night Knitting Club” spricht mich doch viel mehr an…. Ein echtes Wohlfühl-Sonntags-auf-dem-Sofa-Buch mit tollen Figuren, die zwar teilweise etwas schemenhaft bleiben, aber das tut dem keinen Abbruch. Lässt sich super lesen, hat Herzenswärme und macht total Lust auf Stricken :-D. Und hat mich durch alle Gefühlslagen einmal durchgeschleust von Lachen zu Weinen, diese Geschichte von Georgia Walker, Besitzerin eines Strickladens und ihrer Tochter, die sie alleine großzieht…. Ich finde, sowas braucht es zwischendurch einfach mal! Von aussen hätte ich das dem Buch wirklich nicht zugetraut…Daumen hoch!

Rot wie die Nacht - Daniel Zahno

Dienstag, 19. Januar 2010

Mal wieder ein Buch aus dem Hause weissbooks - ein kleiner, feiner Verlag aus Frankfurt. Hatte Zahno hier mit “Die Geliebte des Gelatiere” schon großen Erfolg, erwartete man dieses Werk mit Spannung.

Ich musste das Buch einige Tage sacken lassen um einen endgültigen Eindruck zu formulieren. Es liest sich schnell und angenehm und erzählt eine Dreiecksgeschichte, von der man von den ersten Zeilen an ahnt, das sie kein gutes Ende nehmen wird. Zahno verzichtet hier auf ausschweifende Beschreibungen und bringt gerade durch die Knappheit sovieles zwischen den Zeilen zur Sprache. Ich schwanke während des Lesens zwischen der Faszination dieser “verbotenen” Liebe, dem Verständnis für die Frau zwischen den zwei Männern und der bangen Frage im Hintergrund - kann das alles gut gehen? Für mich eine Erzählung die tief nachwirkt, die vieles anreisst und noch länger nach dem Lesen im inneren nachbrennen lässt…anders als sein Erstling, dennoch nicht weniger faszinierend!

Geschichte einer Ehe - Andrew Sean Greer

Sonntag, 10. Januar 2010

Eine Dreiecksgeschichte der ganz anderen Art, angesiedelt in den USA der 50ger Jahre. Eine sehr dichte Sprache, unheimliche viele Gedanken, Erinnerungen, wunderschöne, traurig-ziehende Beschreibungen über die Ehe, die Liebe, das Leben. Die Geschichte tritt, obwohl sie wirklich von Anfang an Neugier und Spannung erzeugt, oft etwas in den Hintergrund, aufgrund dieser intensiven Beschreibungen, aber da diese so mitreissen, tut das keinen Abbruch. Ein toller Roman über die Liebe, vielleicht grade für diejenigen, die von der großen, perfekten Liebe mal eine Pause brauchen.

Der Koch - Martin Suter

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Mal wieder ein Geniestreich von Suter - ich bin hingerissen und begeistert. Dieses Buch war viel zu schnell gelesen, zum Schluss hin dachte ich: Mensch, da könnten doch ruhig noch 100 Seiten kommen…oder auch 300…es hätte mich nicht gestört. Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht sich diesmal alles um einen Koch. Nur das dieser leider als Küchenhilfe schuftet, weil sein wahres Talent in der Schweiz nicht erkannt wird - dort ist er in der langen Hierachie der Küche als Einwanderer ganz unten. Suter vermischt meisterhaft Rezepte und sinnliche Beschreibungen des Kochens mit der Weltwirtschaftskrise, der unhaltbaren Situation in Sri Lanka und einigen ganz persönlichen Schicksalen im Kreise der Menschen rund um “den Koch”… eine ungewöhnliche Geschäftsidee und der gewohnte Witz von Suter runden das Menü zu einem 5-Sterne Buch ab…!

Erscheint im Februar 2010

House of Night: Gezeichnet - P.C. Cast/Kristin Cast

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Schon lange bevor das Leseexemplar eintraf, wurde hier die Werbetrommel gerührt - der einzig wahre Bis(s)-Nachfolger, DIE Vampirserie überhaupt - verständlich das die Erwartungen dementsprechend hoch gesteckt waren - ist die Reihe doch in den USA ein absoluter Renner.

Wie gewohnt halte ich mich nicht mit den großen Inhaltsangaben auf, die kann man überall zur Genüge nachlesen. Mein Eindruck ist: Internatsgeschichte (ob nun Harry Potter oder Hanni und Nanni..;-)) trifft Biss, trifft amerikanische Klischees und tiefere Wurzeln in Indiandertradition und nicht zuletzt natürlich: Vampirgeschichte.

Was mir so gut gefällt - das Buch macht einem nichts vor, das es nicht ist. Es ist keine hohe Literatur, es lässt sich leicht weglesen, auch durch das sehr gewollte “jugendliche”, es macht definitiv viele Anleihen bei den großen dieses Genres. Das Mutter-Tochter-Gespann kann man durchweg erkennen - aber hey - es ist spannend, mitreissend und es vermischt alles schon dagewesene mit einer neuen Idee (eine große Faszination ist für mich dabei durchaus die äußere Gestaltung, die auch im Buch eine Rolle spielt) . Ich fühlte mich einfach gut unterhalten und statt nur zu schmachten, hat die Story definitiv Potential, die Charaktere werden soweit angerissen, das man sich auf die nächsten Bände stürzen möchte.

Und für mich fast der größte Vorteil und Hauptgrund, das ich das Buch gut bewerte - die Heldin hat was im Kopf und wirkt durchweg sympathisch. Weiter so, Zoey!

So schön wie hier, kanns im Himmel gar nicht sein - Christoph Schlingensief

Sonntag, 15. November 2009

Dieses Buch hat mich einfach nur tief beeindruckt. Ich habe wirklich nicht so viele schöne, erhebende, intensive und ja, auch durchaus spirituelle Gedanken erwartet (und gerade diese haben es in sich!). Er trifft in so vielem genau den Punkt. Ein sehr eindringliches Buch, das ich jedem, der sich mit dem Thema Krebs auseinandersetzt ans Herz legen möchte.

Die Zwillinge von Highgate - Audrey Niffenegger

Sonntag, 08. November 2009

Ich fing dieses Buch an und die ersten 100 Seiten waren weg wie nichts – ein toller Stil, ein echter Page-Turner. Wie die meisten ahnen, wird Niffenegger auch diesmal ein phantastisches Element eingebaut haben – das muss man mögen, in jedem Fall eine Geschmackssache. Als Elspeth stirbt, hinterlässt sie eine große Wohnung in London, direkt am Highgate-Friedhof. Die Nichten ihrer Zwillingsschwester, mit der Elsbeth kaum noch Kontakt hatte, sollen die USA verlassen und diese für ein Jahr beziehen. Aber Elsbeth hinterlässt auch ihren Liebhaber, Robert, der den Mädchen das Einleben erleichtern soll. An alles hat Elsbeth gedacht – sie hat nur nicht damit gerechnet, selbst als Geist in der Wohnung zu verweilen…

Insgesamt musste ich lange nachdenken, wie ich das Buch fand. Ich fand die Geist-Elemente eigentlich sehr spannend und auch die Geschichte hatte genug Geheimnisse und Faszination. Einige Kleinigkeiten als auch Angewohnheiten der Protagonisten sowie die etwas unheimlichen Zwillinge machten es schwer, dem Buch uneingeschränkt eine Bestnote zu geben. Andererseits hatte ich es extrem schnell durch und auch genoßen. Einzig der Schluss, der sehr abrupt kam und mich ehrlich gesagt nach Luft hat schnappen lassen, hinterlässt einen etwas schalen Nachgeschmack. Trotzdem mit Abstand, hab es gern gelesen.