Artikel mit ‘Ehe’ getagged

Geschichte einer Ehe - Andrew Sean Greer

Sonntag, 10. Januar 2010

Eine Dreiecksgeschichte der ganz anderen Art, angesiedelt in den USA der 50ger Jahre. Eine sehr dichte Sprache, unheimliche viele Gedanken, Erinnerungen, wunderschöne, traurig-ziehende Beschreibungen über die Ehe, die Liebe, das Leben. Die Geschichte tritt, obwohl sie wirklich von Anfang an Neugier und Spannung erzeugt, oft etwas in den Hintergrund, aufgrund dieser intensiven Beschreibungen, aber da diese so mitreissen, tut das keinen Abbruch. Ein toller Roman über die Liebe, vielleicht grade für diejenigen, die von der großen, perfekten Liebe mal eine Pause brauchen.

Obession - Hitomi Kanehara

Samstag, 21. November 2009

Ein Portrait einer jungen Japanerin, die in ihren Beziehungen ungesunde Muster an den Tag legt. Für einen Westler teilweise eine ganz andere Sichtweise und doch ähneln sich ja überall auf der Welt die großen Themen. Ungewöhnlich, heftig und ein wenig erschreckend…

Tagsüber dieses strahlende Blau - Stefan Mühldorfer

Donnerstag, 13. August 2009

Wieder ein Buch das ich mit meinem bewährten Lesekreis zusammen gelesen habe. Ich kannte es vorher nur vom Sehen und mich hat der Titel aber sehr angesprochen. Ein Buch dessen Handlung sich über nur einen Tag erstreckt, ist gewagt. Hier bleibt jedoch nicht der Handlungsstrang auf der Strecke. Robert Ames ist Vertreter für Lebensversicherungen, hat einen scharfen Blick und neigt dazu, sehr vieles zu analysieren, im Kopf durchzuspielen. Man hat das Gefühl, das dieser eigentlich normale Tag für ihn einige Erkenntnisse für sein Leben und seine Ehe bereithält, die er zwar wahrnimmt und auch im Kopf gedanklich beackert und dennoch am Ende fast fassungslos und handlungsunfähig vor dem Trümmerhaufen steht. Für mich sprachlich toll zu lesen, hatte auch genau die richtige Länge um zu “wirken”.

Englischer Harem - Anthony McCarten

Mittwoch, 17. Juni 2009

Oft kommt die Anfrage: Ich brauche was zu lesen. Es soll Witz haben, gut erzählt und spannend sein. Aber nicht zu seicht, nicht zu hohe Literatur - eine packende Geschichte mit ungewöhnlichem Thema. Ab heute kann ich all diesen Menschen dieses Buch nur ans Herz legen.Ich habe einen herrlichen Urlaubstag damit verbracht und finde es richtig, richtig toll!

Wie der Titel schon andeutet, geht es in dieser Geschichte durchaus um einen Mann und seine 3 Frauen. Allerdings ist in diesem Roman auch nichts wie es scheint - McCarten spielt mit den Klischees und den Erwartungen des Lesers, packt seine Gesellschaftskritik in schön gestaltete Szenen und auf 582 Seiten kommt kein bisschen Langeweile auf. Als Tracy Pringle, 20 Jahre und Supermarktkassiererin ihren Eltern verkündet das sie heiraten wird, sind diese entsetzt. Als sie mitbekommen das der Auserwählte Perser ist und bereits 2 Frauen hat - Schock! Aber das ist nur der Anfang dieses grandios erzählten Romans der einen in seinen Bann zieht - mit sehr viel Witz, Weisheit, einem Aufruf für Toleranz…McCarten gelingt es sehr authentisch, die verschiedenen Kulturen zu mischen und sie zu Wort kommen zu lassen - kein erhobener Zeigefinger, wohl aber ein kluges Hinterfragen der eigenen, doch allzu oft festgezurrten Meinung. Gespickt mit vielen absolut tollen Sätzen, die mich beeindruckt haben!

“Was ist denn Schlimmes daran, wenn manch einer mit dem Leben einen Kompromiss schließt? Wer hat ein Recht zu urteilen, wenn er nichts weiß über das Wie, Warum und Wozu? Das habe ich in meinem Leben gelernt - nach ein oder zwei Schiffbrüchen, da hält man sich an jedem Stück Treibgut fest, nur um zu überleben.”

Liebe ganz oder gar nicht - Peter Kihlgard

Sonntag, 01. März 2009

Dieses Buch zu beurteilen finde ich sehr schwierig. Hochgelobter schwedischer Autor, tolles Cover, schöner Titel und der Anfang – heftig aber ja…nach vielen Jahren der Ehe sitzen Kicki und Lasse zusammen im Auto. Kicki ist todkrank, Lasse will nicht weiter ohne sie. Also fahren sie, lösen die Sicherheitsgurte…Schnitt. Ab da wird im Roman erzählt, wie die beiden gemeinsam lebten, oder eben auch nicht gemeinsam. Seltsame Obsessionen von beiden, die Beziehung wirkt zwar schon liebevoll, aber auch ein bisschen „man kann nicht ohne den anderen, auch wenn man unheimlich leidet“. Manche Passagen fand ich sehr wirr. Insgesamt nicht so mein Fall, trotzdem gut genug, das ich es nicht weglegte, weil die Sprache schön und einige Begebenheiten aus beider Leben (die Lebensgeschichte der Eltern, vom anderen erzählt) dann auch wieder wunderschön waren.

In einer regnerischen Nacht - Jodi Picoult

Donnerstag, 20. März 2008

Hier war ich zum ersten Mal von Frau Picoult enttäuscht - das Buch hat sich gezogen, war vorhersehbar, die Charaktere gefielen mir nicht, das Ende kam abrupt, seltsam, die Verwebung mit der schottischen Geschichte kam sehr aufgesetzt rüber - ne, das war nichts mir mich!

Am Strand - Ian McEwan

Donnerstag, 20. März 2008

In einer “kleinen” Sache aufs “große Drama” das mehr ist als nur … ich weiss nicht wie ich dieses Buch beschreiben soll. Ziemlich genial trifft es ganz gut. Aber auch verstörend, gut beobachtet, ungewöhnlich, und psychologisch ganz perfide berichtet es von einer verpatzen Hochzeitsnacht und ihren weitreichenden Folgen…wirklich ein ziemlich gutes Buch. Aber sauschwer zu beschreiben ;-) Hab heute meiner Kollegin die es auch sehr mochte versucht zu erklären wie es mir beim Lesen ging - es folgte eine 10minütige Erklärung meinerseits…

Emma - Jane Austen

Dienstag, 02. Januar 2007

Auch dieses Buch ist nun durch und ich kann es einfach nur mit “Herrlich” beantworten. Keine Ahnung in welches Genre ich es im Endeffekt einordnen würde, aber mir hats großen Spaß gemacht, grade bei dem miesen Wetter draussen. Hach, damals war vieles noch so anders und doch wieder so gleich… Hab mir auch grade die DVD ertauscht! Emma kuppelt und lacht sich durch den Roman, immer darauf befdacht, alle glücklich zu machen - ihr eigenes Glück übersieht sie dabei völlig…für mich mein Jane Austen Liebling!

Stolz und Vorurteil - Jane Austen

Dienstag, 02. Januar 2007

Meine erste Austen und ich fands genial. Viel Witz, sehr treffende Personenbeschreibungen und einfach irgendwie schöööön. Werde ganz sicher noch ihre anderen Bücher lesen, diese Verstrickungen, Umständlichkeiten und Intrigen (die eigenlich 1:1 auch in der heutigen Zeit passieren könnten…) sind einfach herrlich! Manchmal war ich wirklich verwundert, wie wenig sich in den Charakteren der Menschen bis heute geändert hat…Jane Austen hat “es” einfach.

Tausend strahlende Sonnen - Khaled Hosseini

Dienstag, 02. Januar 2007

Nun konnt ich ja doch nich aufhören bevors zuende war…spricht schonmal dafür. Also: tolles Buch, musste wieder ein paarmal echt hart schlucken weils mir doch an die Nieren ging. Ich bewundere Hosseini dafür das er es schafft die Charaktere (die ja diesmal zum großen Teil weiblich sind) so gut zu beschreiben das man richtig “mitfühlt”. Die Geschichte war auch gut erzählt, ein sehr gut gemachter Spannungsbogen. Grade als das Buch in der “jetzigen” Zeit ankommt habe ich nochmal quasi aufgehorcht - das kannte ich ja alles schon, von unserer Warte aus.

Also - ein wirklich absolut lesenswertes, tolles, gut geschriebenes Buch - aber der Drachenläufer bleibt mein Liebling - die Geschichte ist einfach verdammt gut.